Vorstellung der Preisträgerinnen und Preisträger des Nachhaltigkeitspreises 2024 in der Kategorie Studium und Lehre: Prof. Dr. Yelva Larsen, Dr. Joachim Langstein, Khristo Dimov und Maurice Kalweit

Im vergangenen Jahr wurden zum vierten Mal Auszeichnungen im Bereich der Nachhaltigkeit vergeben. Die von der Lyzeumsstiftung herausgegebenen Preise wurden 2024 in zwei Kategorien vergeben - Forschung und Studium und Lehre.
Die Preisträgerinnen und Preisträger werden hier nun nacheinander vorgestellt.

Prof. Dr. Yelva Larsen, Dr. Joachim Langstein, Khristo Dimov und Maurice Kalweit

Prof. Dr. Yelva Larsen (Professur für Didaktik der Naturwissenschaften), Dr. Joachim Langstein (wiss. Mitarbeiter, Postdoc, Lehrstuhl für Didaktik der Biologie und Chemie, Universität Bayreuth) Khristo Dimov (Imker und Bienenfachwirt) und Maurice Kalweit (Student, Lehramt mit Haupfach Geografie) haben den Nachhaltigkeitspreis für die seit 2018 bestehenden Lehrveranstaltungen „Schulimkerei I und II“ gewonnen. Das Projekt überzeugt auf verschiedenen Ebenen: das fortdauernde Angebot, die Ausbildung der Studierenden zu Multiplikatoren und die hierbei erfolgten Initiativen „UniGardening“ und „Blühinitiative Bamberg“, die in die Bamberger Bürgerschaft hineinwirken und das Nahrungsangebot
der Bienen sicherstellen. Prof. Dr. Yelva Larsen beantwortet einige Fragen:

Was wünschen Sie sich für die Universität Bamberg in Bezug auf Nachhaltigkeit in der Zukunft?

Transformative Bildung ist für mich Voraussetzung und Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung. Sie ist der Kompass auf der Suche nach neuen Wegen des verantwortungsvollen Umgangs mit sich selbst, den Mitmenschen und der Natur. Ich wünsche mir, dass die Universität Bamberg diesen Ansatz in Lehre und Forschung weiter stärkt und eine Vorbildfunktion einnimmt. Dabei ist es wichtig, alle Universitätsangehörigen in die Verantwortung einzubeziehen, um gemeinsam eine zukunftsfähige Welt zu gestalten. Die Verbindung von Wissen mit konkreten Gestaltungsmöglichkeiten für individuelles und gesellschaftliches Handeln ist dabei ein zentraler Aspekt meiner Vision für die Universität Bamberg. 

Welchen Gewinn hat Ihre Aktivität für andere und wie kann ihr Projekt unterstützt und daran angeknüpft werden?

Das Schönste an meiner Arbeit ist es, meine Begeisterung und Wertschätzung für die Vielfalt und das Wunder des Lebendigen mit anderen zu teilen. Diese Erfahrung schafft ein gemeinsames Bewusstsein für den Erhalt unserer Umwelt. Bildung für nachhaltige Entwicklung stößt oft an ihre Grenzen, weil die Ziele oft abstrakt und schwer direkt erfahrbar sind. Der handelnde Umgang mit Wissen zeigt das große didaktische Potential der (Schul-)Imkerei.  Sie ermöglicht über den oft rein kognitiven Zugang in Universität und Schule hinaus, Erfahrungen durch eigenes Handeln zu „stiften“. 

 Imkerei ist komplex - genau darin liegt das Potenzial einer (Schul-)Imkerei auch als Schülerfirma. Um den Herausforderungen der Imkerei gerecht zu werden, sollten Lehramtsstudierende als angehende Imkerinnen und Imker nicht nur handwerkliches Wissen und Kenntnisse über die Biologie der Honigbiene erwerben, sondern auch die ökonomischen, ökologischen und tierethischen Perspektiven der Bienenhaltung im Blick haben. Mit der Unterstützung solcher Projekte an der Universität Bamberg fördern wir eine aktive Gemeinschaft, die Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft übernimmt. Wer sich auf diese Weise mit der Biene auseinandersetzt, sieht sie nicht mehr nur als „Nutztier“ und leistet einen aktiven Beitrag zur Versorgung mit gesunden Lebensmitteln und zum Schutz der Umwelt.